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#1 Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von Phoenix 06.08.2016 06:38

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So dann wollen wir mal....
Dienstag den 16.06. ging es dann endlich los, für mich schon morgens um 8 mit dem Zug nach Frankfurt zum Flughafen um mich mit Peh & Samtpfote zu treffen.
Zuerst Richtung London, im Anschluß auf nach Toronto.



Ich weiß nich warum, aber Grönland von oben hatte irgendwas unwirkliches.



Gegen 19 Uhr Ortszeit dann die Landung, bis wir allerdings durch die Grenzkontrolle waren und die Koffer hatten war es wohl schon gegen 22:00.
Also Richtung Hotel, in einer Stadt mit so einer riesigen Fläche schon ein Akt. Zum Glück haben wir gleich im Expressbus vom Flughafen weg einen Canadier getroffen, der uns extremst viele gute Tipps gegeben hat unf außerdem in Richtung wollte.
Sehr hilfbereit und nett, der Kanadier an sich.
Ankunft am Hotel gegen 23:00 Ortzeit, will sagen 5 Uhr in Deutschland, der Worker war schon wieder wach. Gute Nacht.

Selbige war schon um 6 zuende, da es im Zimmer verdammt warm war und unter unserem Fenster ein Bolzplatz lag, auf dem schon die ersten Kinder spielten. Die Mädels allerdings behaupten ich hätte geschnarcht. Frechheit.
Also angezogen und gegen 8 in die Stadt, erstmal ne Wochenkarte für Öffis besorgen und dann ab nach Downtown Toronto erforschen.
Gefunden haben die Mädel Ihren neuen Schwarm Tim Horton´s, ne Art Starbuck mit Muffin´s. Die gibt es in Toronto so oft, das ich denke das Tim der größte Grundbesitzer von Kanada ist.
Und die Mädels hatten ein Morgenritual, erstmal Frühstück bei Timmi.
Kurz nach Mittag fanden wir das örtliche Hard Rock Cafe, mit Instrumenten von Alex und Geddy



Fix ein Bier und ab ins Hotel, auf dem Weg dahin ein Schild dessen Inhalt missverstanden werden kann.



Gut, Mädel´s alleine lassen und auf nach Downtown in eine Kneipe namens Duke of Devon, hier haben sich alle deutschen Fans getroffen, Superconductor, Heiko, Presto 47 & Camera Eye.
Als die Mädel´s dann auch erschienen sind, war kollektiver Aufbruch zur Halle angesagt, über dem Haupteingang ein riesiger Bildschirm mit dem Tagesprogramm.



Nix wie rein, Plätze suchen Fahne aufhängen und gespannt warten das es anfängt.



Unsere Plätze hatten wir am ersten Abend im ersten Rang direkt vorne gegenüber der Bühne.
Gegen 20:15 begann das Intro, die Halle hielt es zum Großteil nicht mehr auf den Stühlen, es war komplett bestuhlt, auch der Innenraum. Grundsätzlich war die Stimmung prima, vielleicht waren unsere deutschen Konzerte einen Tick europhorischer, leider war unser Block ein echter Versager. Zu allem Unglück saßen Kinder hinter uns, so das wir auch nicht aufgestanden sind, die hättenn sonst nur unsere Rüken gesehen und das für 100$.
Der Intro Film gab schon einen Vorgeschmack wohin die Reise gehen soll, ein Trip durch die Geschichte der Band. Viele kleine Details und Anspielungen die am Rande stattfanden.
Das Set selber begann bei CA und ging im ersten Teil zurück bis Signals. Es folgte eine Pause von ca. 10 Minuten, der 2. Teil begann mit einem Film called "No Country for old Henn´s", und hatte Outtakes aus den CA & Time Machine Intro Filmen als Inhalt, sehr klasse mal sehen zu können was auch bei denen alles schief läuft.
Set 2 ist ein Brecher vor dem Herren, viel instrumental, Cygnus X-1 & Book II, Xanadu, Jacobs Ladder, ein Setlist zum Niederknien.
Für die Zugabe gibt es einen weiteren kurzen Film, in welchem Geddy einen 70er Jahre Ansager mimt, der meint diese Band hätte zwar Potenzial, aber nur zu dritt sei es keine echte Rockband und sie sollten doch noch überlegen sich zu verstärken.
Als Zugabe gibt es dann u.a. Anthem und Working Man, welches am Ende noch ein paar Tackte von Garden Road mitbekommt.
Als Rausschmeißer dient Closer to the heart als Polkaversion.

Eindruck vom Konzert:
Es war Rush in Toronto, es kann also nur unbeschreiblich gewesen sein, Presto47 meint, das das Publikum in Columbus mehr mitgegangen sei. Sei´s drum. Mein erstes Konzert in Nordamerika ist was es ist, die erfüllung eines Traumes. Punkt.
Anfangs gab es wohl ein paar wenige Spielfehler von Alex, aber wen stört´s. Neil hat wie immer mit der Präzession eines Uhrwerkes gearbeitet und Geddy konnte auch die hohen Passagen noch gut rüberbringen.
Alles in allem ein grandioser Abend, der eine Ausnahmestellung einehmen wird.















Im Anschluß wollten wir noch mit Superconductor und Camera Eye ein Bier genießen, aber findet mal in einer Großstadt um halb 12 ne Kneipe die offen hat. Viel Spaß. Also ab ins Hotel.



Der Donnerstag beginnt wieder recht früh, Gründe siehe oben. Da heute der große Ausflugstag ist also den Mietwagen abholen und ab auf´s Land, nicht ohne vorher bei Timmi gefrühtstückt zu haben.
Ziel Nummer 1 ist der besungene Lakeside Park, welcher leider nicht in Toronto sonder etwa 80km wetslich in St. Cathrines liegt. Dank guter Wegbeschreibung und Navi, kein Problem.
Drinking by the Lighthouse, smoking on the pier, haben wir beides nicht gemacht, wohl aber beides gesehen und uns 2 Stunden relaxen gegönnt.









Direkt gegenüber von Park war dann noch ein schönes Spruch an einer Kneipe "Home of warn beer and lousy food", sind wir aber nicht rein, der Spruch ist denoch kult.
Weiter zu den Niagara-Fällen, die nur etwa 20 Minuten von St. Cathrines entfernt sind.
Rund um die Fälle haben die Canadier einen riesen Park aufgebaut, mit Aussichtsturm Casino und Hotel.
Da Pfote noch Geld tauschen wollte, also kurz ins Casino....wenn wir schonmal da sind, los ein Fünfer in den Banditen, jeder von uns. 2 haben gewonnen, eine nicht. Gewinn im Schnitt 15$. Gut so.
Von der kanadischen Seite sehen die Fälle echt beeindrucken aus, die Amis haben eher das nachsehen. Gut für uns und auf zu den Schiffen.
Jeder bekommt ein rosa Leibchen, damit man nicht ganz durchweicht. Von unten sind die Fälle erfurchtseinflößend, die Kraft von Wasser sei nicht zu unterschätzen. Nach 20 Minuten ist es leider vorbei.
Runter vom Boot ein bischen ausruhen, ein Elvis Imitator spielt auf, nicht was ich dort erwartet hätte aber hey, wann sieht man schonmal Elvis an den Niagarafällen.
Die Mädel´s gehen noch shoppen ich nutze die Chance und investiere meinen Casinogewinn in eine Fahrt auf den Aussichtsturm. Geiler aussichtspunkt.









Später am Nachmittag die Rückfahrt nach Toronto, kein Stau alles läuft flüssig, dann fällt uns ein, wir wollten ja noch Fisherville Junior High School. Als wir ankommen ist es leider dunkel.





Ab in die Heia.

Freitag Showtag #2
Nach absolvierung des morgentlichen Rituals (Timmi), steht ein wenig Sightseeing auf dem Programm, das Parlament und der Toronto Walk of Fame sind die Ziele.
Toronto ist ein Dorf, wir sind bei der Station St. Patrick´s bestimmt schon 5x umgestiegen ohne mal die Straße runterzusehen, da steht das Parlamentsgebäude ganz still am Ende und sagt nix.
Vor diesen Bögen zeigen wir Demut und haben Glück, das kaum Touristen vor ort sind, auch keine Sicherheitskräfte, so können wir in Ruhe Bilder der bekanntesten Torbögen im ganzen Forum machen.




Nachdem das geklappt hat also noch ab zum Walk of Fame und dieses hier finden





Nebenbei haben wir in Lokal-Presse (Toronto Star) auch eine Konzertkritik vom Mittwoch gefunden



Zum Nachmittag heißt es wieder einrücken und aufhübschen. Im Hard Rock Cafe findet eine Mini Rush Con statt, die wir natürlich mitnehmen wollen, es werden Platten, Poster, Tourbooks und einiges anderes verkauft, u.a. auch die offiziellen kanadischen Briefmarken mit dem Starman drauf, leider sind die draußen vergriffen. Also kann man hier zuschlagen. Superconductor ist auch wieder da, außerdem noch ein Deutscher dem ich jetzt zum 2. Mal hier treffe.
Ach ja, erinnert sich noch jemand an die Niederländer die in Köln vor uns gestanden haben, die sind auch hier.



Gegen 19 Uhr geht es auf zur Halle, die 2. Show genießen, diesmal haben wir Karten im Innenraum, Reihe 23 direkt am Mittelgang.
Die Kamera die eine totale filmt steht nur 2 Reihen vor uns, stört aber überhaupt nicht.
Um uns rum treffen wir jetzt ständig auf Leute, die entweder deutschstämmig sind und / oder Deutsch können. Ich mag die Kanadier.
Wieder geht es um kurz nach 8 mit dem Introfilm los.
Die Setlist für den heutigen Abend unterscheided sich minimal von der ersten Show, was ich begrüße, da sich so der Besuch von mehr als einer Show auch in dieser Hinsicht lonht.
Der Hammer kommt aber kurz nach 21 Uhr als Geddy einen Gast ankündigt, welcher sich als Ben Mink herausstellt, damit haben sich auch die Gerüchte der letzten Tage bestätigt, wonach Rush während der Sounchecks immer Losing it gespielt haben.
Heute Abend soll es also soweit sein, als einmaliges Ereignis wird Losing it, mit Ben Mink, der auch auch schon auf der Signals die Violine gespielt hat, live dargeboten. Spätestens jetzt ist klar dieser Abend wird ein einmaliges Erlebnis sein.
Leise setzt die Violine ein und im Laufe des Songs muß ich mich fragen, warum das nicht schon während der CA-Tour mit dem String-Esemble gemacht wurde. Der SOng schreit danach live gespielt zu werden.
Meiner einer muß sich ein bis zwei Tränchen verkneifen. Das ich diesen Song mal Live hören würde hätte ich nie gedacht. Meiner Meinung nach perfekt gespielt und die Fans sind begeistert.
Zweiter Gänsehautmoment als Lakesidepark gespielt wird, die Bilder von gestern sind im Kopf. Cool.

Eindruck vom Konzert:
Erst mit dem 2. Abend offenbart sich, das die Jungs am Mittwoch etwas nervös waren. Ich empfand sie gelöster und weniger angespannt, besonders nachdem Losing it abgefeiert wurde.
Auch die Tatsache das beide Abende für eine DVD aufgenommen worden sind, scheint die Band jetzt nicht mehr zu stören.
Insgesamt war die Stimmung besser als am Mittwoch. Vielleicht kommt es mir auch nur so vor, weil wir jetzt im Innenraum waren.
Fakt ein perfekter Abend, mit einer Wahnsinns-Setlist, geht zuende und ich bin saufroh dabeigewesen zu sein.

















Samtag, Abreisetag
Am letzten Tag in Toronto wollen die Mädel´s noch ein wenig Shoppen gehen, Andenken und anderes.
Im Glauben unsere Reisetaschen im Bahnhof in den Schließfächern lassen zu können, wenden wir uns morgens zuerst zum Bahnhof und was ist, nix mit Schließfächer. Seit dem 9/11 nicht mehr.
Mir drängt sich die Frage auf, wo jetzt die ganzen Spione ihre Taschen austauschen sollen.... Die örtlich Information hat darauf keine Antwort aber den Tipp, das in der Busstation Schließfächer sind.
Also auf dahin, die Arie wie wir an eine Münze für die Schließfächer gekommen sind, erspare ich euch. Chaos.
Koffer weg, einkaufen. An Möglichkeiten mangelt es nicht, so das wir auch noch Zeit haben, am Orbit Room von Alex vorbei zu schauen. Dieser liegt in Little Italy wo grad ein Straßenfest stattfindet, nett die feiern uns.
Der Orbit Room ist leider geschloßen, so das wir nur das Schild an der Tür finden. Aber wir waren da.



Gegen halb 4 ist unser Toronto zuende, der Flughafen ruft. Koffer holen und 90min zum Flughafen fahren.
Im Flieger kann dann für 4 Stunden geschlafen werden und Kontinental-Europa hat uns am Sonntag morgen. Frankfurt erreichen wir gegen 13 Uhr wo sich unsere Wege trennen und ich mich auf den Weg nach Hannover mache.

Fly by Night



Geschaft aber grinsend wie ein Honigkuchenpferd bin ich um 20Uhr auch zuhause.
Geiler Trip, geile Leute, ich bin tierisch froh, diesen Trip gemacht zu haben. Wer es noch vorhat, tut es.

#2 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von Newworldman 06.08.2016 08:31

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Wow! Als wäre man selbst dabei gewesen! THX, Phoenix!

#3 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von Phoenix 06.08.2016 08:38

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Und wem das nicht reicht kann sich die professionelle Dukomentation Rush R40 Live ansehen.

#4 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von Newworldman 06.08.2016 08:50

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Die habe ich eben gerade mal bei Amazon in Einkaufswagen gelegt...dachte mir, die sollte ich mir auch irgendwann mal zulegen...
Da habe ich bis jetzt aus Angst vor Geddys Gesang drauf verzichtet, aber das ist ja ein anderes Thema

#5 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von Earthshine2411 08.08.2016 11:35

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Super Vogel....das ist das absolute " neue Forums" Highlight- geiler Bericht.

#6 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von Phoenix 08.08.2016 13:50

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Bedankt Earth,
war eine grandiose Erfahrung und den Aufwand, den Streß und die Anreise mehr als wert.
Der Bericht stand aber auch schon im letzten Forum ;)

#7 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von Ortega 09.08.2016 10:03

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Sehr cooler Bericht! Vielen Dank dafür. (Neid) :-)

So etwas vergisst man nicht.

#8 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von neurotica 09.08.2016 17:46

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Hammer, tolle Fotos, toller Bericht. Sehr geil!

#9 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von Ortega 17.01.2020 15:08

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Auch heute noch toll.

#10 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von Phoenix 17.01.2020 17:47

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Das freut mich.
Die Erinnerungen an den Trip bringen mir auch heute immer noch ein Grinsen ins Gesicht.

#11 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von WorkingMan 20.01.2020 08:08

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Beim durchlesen hatte ich, obwohl ich nicht dabei war, die eine oder andere Gänsehaut... auch heute noch

#12 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von Phoenix 20.01.2020 11:21

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Ich neige mein Haupt in Demut

#13 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von TomSawYa 29.01.2020 21:00

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Ich wünschte ich hätte 2015 den Arsch hochbekommen auch rüberzufliegen. Die absurde Hoffnung auf Europe farewell Tour hielt mich ab

#14 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von Phoenix 29.01.2020 22:31

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Bei mir war es so, das ich schon immer , also seit 1992, Rush in deren Hometown sehen wollte.
Und 2015 hat meine Frau gesagt, mach doch. Damals war noch nicht die Rede von einer Europa-Tour (ich hatte drauf gehofft, es kam ja nicht dazu) und auch das es die letzte Tour werden würde , konnte noch niemand ahnen.
Also Traum erfüllen und rüber. 2 Mädels einpackt und los ging es.
Heute wird sich sicher der eine, oder andere wünschen, er hätte das auch getan.

Was mich sehr positiv überrrascht hat, war die Tatsache, das sich immer irgendwelche deutschen Fans in den 3 Tagen getroffen haben. 5 oder 6 Nasen aus Deutschland waren es bestimmt, außer meinen Freunden aus Braunschweig, die unabhängig von mir drüben waren und sich mit uns zum 1. der beiden Konzerte getroffen haben.
Da war das Prince Eugen, in einer seitenstraße , wo 3 andere Deutsche waren, in der Halle habe ich ein paar Holländer getroffen, die schon 2013 in Köln vor uns in der 2. Reihe standen.
irgendwie hatte der Trip was von einem Klassentreffen, überall Leute die man schon irgendwo gesehen hat.
Einzig meine Freundin aus Boston konnte nicht dabei sein, das war schade.

#15 RE: Rush YYZ Trip 2015 - Ein Bericht von WorkingMan 30.01.2020 09:10

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Zitat von TomSawYa im Beitrag #13
Ich wünschte ich hätte 2015 den Arsch hochbekommen auch rüberzufliegen. Die absurde Hoffnung auf Europe farewell Tour hielt mich ab


ja, ich auch. Ich dachte das wäre zu teuer. Hätte ich nur die paar Euro Investiert, das hätte mich nicht arm gemacht, aber um eine tolle Erfahrung reicher...

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